future:workspace - Büroräume von morgen.
Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus? Wie wirkt sich das Arbeitsumfeld auf die Produktivität und Gesundheit der Mitarbeiter aus? Welche technischen Entwicklungen tragen in besonderem Maße zur Energieeinsparung bei? Das sind die zentralen Fragen, denen Wissenschaftler am Institut für Gebäude- und Solartechnik (IGS) an der TU Braunschweig in den nächsten Jahren nachgehen. Ihre Experimentierlandschaft ist das eigens für dieses Forschungsprojekt in der TU errichtete „future.workspace“. Zur Entwicklung und Erprobung künftiger Arbeitswelten sind auf 400 m2 architektonische Visionen mit Hilfe innovativer Technologien und Systeme umgesetzt. Ein solches System ist das Multifunktionale Trenn- und Schrankwandsystem MTS von Strähle, das die Büros und den Besprechungsraum vom ansonsten offenen Bereich abteilt.Neben den Erfordernissen moderner Büroarbeitsplätze an die Nutzungsflexibilität und die Kommunikation befasst sich das IGS intensiv mit dem komfortgerechten Raumklima und der Energieeffizienz der eingesetzten Technik. MTS fungiert dabei als Ausbausystem und wichtige Versuchseinheit zugleich, indem es Klima- und Lichttechnik als zusätzliche Funktionen neben Schalldämmung und -dämpfung in die raumbildenden Wände integriert. Es unterstützt somit per se das Forschungsziel, durch intelligente Verknüpfung von Gebäudestruktur und dezentraler Technik Energie und Ressourcen zu schonen. Auch Fassade, Boden und Decke sind mit Klimatechnik ausgestattet und jeweils separat aktivierbar, um die Auswirkungen unterschiedlicher Kühl-, Heizungs- und Lüftungssysteme auf Raumkomfort und Energieeffizienz erfassen zu können. Weitere Versuchanstellungen befassen sich mit Raumakustik und Beleuchtung, welche die Zufriedenheit und die Produktivität der Mitarbeiter ebenfalls stark beeinflussen. Um die Zusammenhänge zu erforschen, sind umfangreiche Messreihen zu Luftgeschwindigkeit, CO2-Gehalt, Helligkeitsverteilung, Schallpegel und weiteren Parametern sowie soziologische Untersuchungen vorgesehen.
Die etwa 30 wissenschaftlichen und studentischen Mitarbeiter, die in der „future workspace“ arbeiten, sind in das Projekt gleich zweifach einbezogen: als Forschende und als praktische Nutzer. Das „future.workspace“ soll außerdem dem Wissenschaftstransfer dienen und steht Architekten, Bauherren und Herstellern sowie Studierenden im Rahmen von Veranstaltungen und Führungen offen.
http://www.futureworkspace.net/




